Testspiele für Juniorenteams: von den G-Junioren bis zur Youth League
Testspiele für Junioren im Schweizer Fussball: Kategorien vom Kinderfussball über Stärkeklassen und Promotion bis Youth League und Footeco – und worauf Juniorentrainer bei der Gegnerwahl achten.
Im Juniorenfussball ist die Gegnerwahl heikler als bei den Aktiven: Ein Jahrgang Unterschied kann zwischen einem lehrreichen Spiel und einem frustrierenden 0:9 entscheiden. Dieser Ratgeber erklärt die Kategorien im Schweizer Juniorenfussball und worauf Trainer bei Testspielen achten sollten.
Die Kategorien im Überblick
Der Schweizerische Fussballverband definiert die Kategorien, die Regionalverbände organisieren darin die Stärkeklassen. Deshalb kann die Einteilung im Aargau anders aussehen als in der Nordwestschweiz oder in Zürich – ein Grund mehr, im Inserat die Stärkeklasse ausdrücklich zu nennen.
| Kategorie | Alter (ca.) | Spielform und Stufen |
|---|---|---|
| A-Junioren | 18–20 | 11er · Youth League A, Promotion, 1. Stärkeklasse |
| B-Junioren | 16–18 | 11er · Youth League B, Promotion, 1.–3. Stärkeklasse |
| C-Junioren | 14–15 | 11er · Youth League C, Promotion, 1.–3. Stärkeklasse |
| D-Junioren | 11–13 | 9er (D9) oder 7er (D7) · Promotion, 1.–2. Stärkeklasse |
| E-, F-, G-Junioren | 5–10 | Kinderfussball · Spielformen und Turniere, keine Stärkeklassen |
| Nachwuchs-Spitzenfussball | 12–19 | Footeco FE-12 bis FE-14, danach U15 bis U19 der Leistungszentren |
Youth League, Promotion, Stärkeklasse – was ist stärker?
Im Breitenfussball ist die Youth League die oberste Meistergruppe einer Kategorie. In einigen Regionalverbänden folgt darunter eine Promotion, dann die 1. Stärkeklasse als stärkste reguläre Klasse, darunter 2. und – wo vorhanden – 3. Stärkeklasse. Der Nachwuchs-Spitzenfussball (Footeco und U-Kategorien) ist ein eigenes System der Leistungszentren und keine Stufe derselben Pyramide.
Den richtigen Gegner wählen
- Gleiche Kategorie, gleiche oder benachbarte Stärkeklasse ist die Regel. Ein Team der C 2. Stärkeklasse spielt sinnvoll gegen C 1. bis C 3.
- Eine Stufe höher eignet sich als Härtetest vor der Saison – aber nur, wenn das Team das verkraftet. Zu grosse Unterschiede bringen weder Spielpraxis noch Freude.
- Jahrgänge beachten: Bei D- und C-Junioren macht ein Jahrgang körperlich viel aus. Frag nach, ob der Gegner ein jüngeres oder älteres Team stellt.
- D9 gegen D9, D7 gegen D7: Das Spielformat muss übereinstimmen, sonst passen weder Platz noch Regeln.
Formate, die bei Junioren funktionieren
Drei Drittel statt zwei Halbzeiten geben mehr Wechselmöglichkeiten und halten alle Spieler im Spiel: 3 x 20 Minuten bei D-Junioren, 3 x 25 bei C-Junioren, 2 x 40 oder 2 x 45 ab B-Junioren. Im Kinderfussball sind Turniere mit drei oder vier Teams und kurzen Spielen die bessere Wahl als ein einzelnes langes Spiel.
Der Zeitplan über die Saison
- Juli/August: zwei bis drei Testspiele vor dem Meisterschaftsstart, das erste bewusst leichter.
- Herbstferien: Trainer, die nicht im Lager sind, suchen oft Gegner – gute Gelegenheit.
- Februar/März: Rückrundenvorbereitung auf Kunstrasen; Plätze früh reservieren.
- Juni: nach Saisonende Spiele mit den neuen Jahrgängen, um die Teams für die nächste Saison einzuspielen.
Vereine mit mehreren Juniorenteams
Wer als Juniorenobmann oder Nachwuchschef mehrere Teams betreut, gibt den Trainern einfach den Link zur kostenlosen Registrierung weiter: Jedes Team hat sein eigenes Konto mit seiner Kategorie und organisiert seine Testspiele selbst – ohne Umweg über die Geschäftsstelle. Wie die Organisation im Detail läuft, steht im Ratgeber Testspiele im Schweizer Fussball organisieren; die praktischen Vorbereitungen in der Testspiel-Checkliste.